Zimmerwirtin

Gute-Nacht-Geschichte

 

Das „Nonnenhaus“ in der Tübinger Altstadt

Kennen Sie das „Nonnenhaus“?

Es war tatsächlich bis zur Reformation das Wohnhaus von Nonnen; nach der Reformation zogen die Nonnen ins katholisch gebliebene Rottenburg um. In das Haus zog der Tübinger Botaniker Leonhart Fuchs (1501 – 1566) mit Frau und zehn Kindern ein. 1535 war er zum Medizin-Professor berufen worden. Insgesamt sieben Mal wurde er auch zum Rektor der Universität berufen. Vor seinem Haus legte er den ersten botanischen Garten der Stadt an und gab seine Liebe zur Pflanzenwelt an Generationen von Studenten weiter. Er schrieb ungefähr 50 Bücher. Unter anderem veröffentlichte er 1543 sein „New Kreüterbuch“ auf Deutsch, was zu der Zeit nicht selbstverständlich war. An dies Werk erinnert das steinerne Buch, das zwischen Nonnenhaus und Ammerkanal zu finden ist. In Anerkennung für sein Wirken erhob Kaiser Karl V. Leonhart Fuchs in den Adelsstand.

Eine viel spätere Würdigung hat er hoffentlich „da oben“ mitbekommen: Nach ihm wurde die Fuchsie benannt. Sicher hat es ihn gefreut.