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Heilpflanzen

 

Citrus x limon - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-041

Zitrone, aus der Familie der Familie der Rautengewächse (Rutaceae)
Botanischer Name: citrus x limon

Jede/r weiß, wie Zitronen aussehen, und jede/r weiß, wie gesund ihr Saft ist. Aber über diese Frucht gibt es viel mehr zu erzählen. Zitrone hieß ursprünglich nur ein Elternteil der Frucht, die wir heute so nennen, nämlich die Zitronatzitrone (citrus medica). Erst ab dem späten Mittelalter wurde der Name auf citrus x limon übertragen. Lemon oder limon ist übrigens ein arabisches Wort.

Die Römer haben die Zitronatzitrone angebaut. Die Bitterorange, der andere Elternteil der Zitrone, kam erst nach 831 mit der Eroberung durch die Araber nach Sizilien und damit nach Europa. Im Mittelalter gab es Zitronen nur im äußersten Süden Europas. Im 16. Jahrhundert war sie an der Tafel Heinrichs des VIII von England eine Novität. Seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts ist sie auch in Deutschland nachgewiesen. In der Renaissance waren Zitronen in der Küche nicht üblich, sondern eher Bitterorangen. In der Kunst erscheint die Zitrone (auf Stillleben) erst ab dem Ende des 16. Jahrhunderts.
Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts bürgerten sich die Zitronen als Skorbut-Prophylaxe in der Seefahrt ein, was durchschlagenden Erfolg hatte. Dass das dem Vitamin C geschuldet war, wurde erst 1928 entdeckt.
Der Zitronenanbau in Sizilien bereitete übrigens den Boden, auf dem die Mafia entstand und gedieh – aber das ist eine andere Geschichte.

Der Zitronenbaum wird bis zu 5 m hoch und ist immergrün. Seine jungen Zweige sind manchmal dornig. Die fünfzähligen Blüten sind außen rosa und innen weiß und duften für meine Nase paradiesisch. Sie werden von Insekten und dem Wind bestäubt, bestäuben sich aber auch manchmal selbst. Oft sind die Blüten auch pollensteril und bringen dann Früchte ohne Samen hervor. Unter günstigen Bedingungen blüht und fruchtet der Zitronenbaum das ganze Jahr über. 100 g Zitrone enthalten 35-56 kcal, 84-90 g Wasser, 0,6 g Fett, 149 mg Kalium, 11 mg Kalzium, 28 mg Magnesium, 20 mg Phosphor, 51 mg Vitamin C, außerdem Vitamin K, Karotin und einige B-Vitamine. Die Schale ist mit vielen Öldrüsen besetzt, die ätherisches Öl verströmen. Es besteht zu 65-70 % aus Limonen und ansonsten Citral, das für den Duft verantwortlich ist. In den Schalen sind außerdem Flavonoide, Rutin, Cumarine, Zitronensäure, Pektine und Quercetin enthalten.

Am wertvollsten ist die Zitrone als ganze Frucht, mitsamt den weißen Häuten und Hüllen.
Die Wirkungen sind antientzündlich, antioxidativ, antiseptisch, antirheumatisch. Quercetin reguliert die Histaminausschüttung, Pektin stärkt die Bauchspeicheldrüse, Linonen aktiviert die Entgiftungsenzyme und schützt die Leber. In Indien wird die Gelbsucht mit Zitronensaft behandelt. In Afrika dient Zitrone vielerorts als Cholera-Prophylaxe.
Die dicke Schale schützt das Innere der Zitrone vor Austrocknung unter der südlichen Sonne und vor schädigenden Einflüssen. Die anthroposophische Medizin leitete daraus die Möglichkeit ab, Heuschnupfen und andere Allergien ins Gleichgewicht zurückzuführen, indem die Fähigkeit zur Abgrenzung unterstützt und angeregt wird.

Hausfrauen kennen auch die Reinigungskraft der Zitrone: eine ausgepresste Zitronenhälfte nicht wegwerfen, sondern nutzen gegen Verfärbungen der Haut an den Händen durch Haushalts- und Küchenarbeiten. Reinigen lassen sich mit Hilfe der Zitrone aber auch die Arterien, die von Arteriosklerose verengt sind. Hier ein probates Rezept, dass Sie vielleicht jetzt in der kommenden Fastenzeit einmal ausprobieren möchten:

citrus x limon
Nehmen Sie 3 bis 4 Knollen Knoblauch und 5 bis 6 Zitronen, bitte aus biologischem Anbau, die Zitronen mit unbehandelter Schale. Schälen Sie die Knoblauchzehen. Waschen Sie die Zitronen mit warmem Wasser und schneiden Sie anschließend die ganzen Früchte in Würfel. Messen Sie 1 Liter Wasser ab. Geben Sie nun Knoblauch und Zitronenwürfel in einen guten Mixer und dazu so viel Wasser, dass sich alles gut mixen lässt. Wenn die Mischung fein püriert ist, fügen Sie das restliche Wasser hinzu. Jetzt haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder Sie geben die ganze Mischung in einen Kochtopf und erhitzen sie auf 70-80° C, lassen sie dann etwas abkühlen und füllen sie noch warm in saubere Schraubgläser. Oder Sie erhitzen nur die Hälfte der Mischung und mischen sie anschließend mit dem roh gebliebenen Teil und verfahren weiter wie oben. In diesem Fall ist der Geschmack intensiver, die fertige Mischung geliert etwas, aber Sie erhalten mehr ätherische Öle und Vitamine. In jedem Falle ergibt sich eine sämige, milchige Konsistenz.

Bewahren Sie die Gläser im Kühlschrank auf und nehmen Sie vor oder nach jeder Hauptmahlzeit, also 2x täglich, 3 TL in einem Glas Wasser verrührt ein. Die Mischung schmeckt nicht nach Knoblauch, sondern nach Zitrone, fast wie Zitronenlimonade.
Die Menge reicht für drei Wochen. Dann machen Sie eine Woche Pause und wiederholen anschließend die dreiwöchige Kur. Sie werden sich verjüngt und durchgeputzt fühlen.

Wenn Sie dazu Fragen haben, können Sie mich anrufen: Telefon 07071 36310.