Heilpflanzen

 

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Gemeinfrei, Link

Barbarakraut, aus der Familie der Familie der Kreuzblütler/Brassicaceae
Botanischer Name: Barbarea vulgaris

Sie heißt auch Gewöhnliches oder Echtes Barbarakraut, Barbarakresse, Winterkresse, Barbenkraut, Barbellkraut oder Frühlings-Barbarakraut. Die Pflanze entwickelt sich zweijährig. Im ersten Jahr bildet sich die grundständige Blattrosette, im zweiten Jahr blüht sie, und zwar von April bis Juni. Sie liebt feuchten Lehmboden mit reichlich Stickstoff und gedeiht am besten im Halbschatten, an Bachläufen oder Gräben oder anderen feuchten Stellen. Ihr Blütenstand kann 80 bis 90 cm hoch wachsen. Die Blüten sind – wie bei allen Kreuzblütlern – vierzählig und goldgelb und sondern reichlich Nektar ab. Die Insekten, die sie bestäuben, finden einen reich gedeckten Tisch. Die Samen werden vom Wind verstreut – oder von Menschen ausgebreitet. Und wenn Sie das Barbarakraut im Garten haben möchten, können Sie es im Frühjahr oder im Herbst aussäen. Einmal angesiedelt, vermehrt sich das Kraut selbst.

196 Barbaraea lyrata

Die Pflanze ist ursprünglich in Mitteleuropa zu Hause, aber inzwischen in den gemäßigten Zonen weltweit verbreitet. In Vorarlberg steigt sie mit der Diedamskopf-Seilbahn auf bis zu 2040 Höhe auf.

Die Blattrosetten bleiben das ganze Jahr über grün und können für Salat gesammelt werden. Sie enthalten viele Vitamine, besonders Vitamin C, und außerdem Senföl-Glykoside und Mineralien. Die Senfölglykoside sind für den scharfen Geschmack verantwortlich. Die Blätter können auch in Butter gedünstet werden und als Gemüse gegessen.

Barbarea vulgaris 002

Getrocknet verliert die Pflanze jede Wirksamkeit. Aber frisch ist sie ein gutes Kraut, um den Stoffwechsel zu reinigen. Der Tee wirkt bei Übersäuerung des Magens und bei Frauenleiden. Eine Tinktur aus dem Samen, mit Wein angesetzt, ist harntreibend. Das frische Kraut dient auch der Wundheilung.

Daher soll das Barbarakraut seinen Namen haben: Es ist noch am Barbaratag, dem 4. Dezember, frisch und reichlich zu finden und kann als Wundauflage verwendet werden. Das dankten ihm die Bergleute, indem sie dem Kraut den Namen ihrer Schutzheiligen gegeben haben.